Mehr Sicherheit auf dem Schulweg

Straßenbaumaßnahmen an der Pöringer Schule

Die umfangreichen Straßenbaumaßnahmen an der Pöringer Schule sind abgeschlossen. Wie bereits in der Juni-Ausgabe von „Mein Zorneding“ angekündigt, wurden im Bereich der Kreuzstraße zwischen Baldhamer Straße und den Schulparkplätzen umfangreiche Umbaumaßnahmen durchgeführt. Dabei sorgte der Rückbau des verkehrsberuhigten Bereichs zum Teil für Unmut und Unverständnis bei einigen Eltern. Diese Maßnahme war allerdings unumgänglich…zur Klärung:

Bei einer Verkehrsschau Ende 2018 wurde festgestellt, dass der verkehrsberuhigte Bereich vor der Schule Pöring änderungsbedürftig ist und geeignete Umgestaltungsmaßnahmen zeitnah einzuleiten sind. Aufgrund der hohen Verkehrsfrequenz in diesem Bereich ist eine entsprechende Ausweisung nicht mehr zulässig. Im Rahmen einer gemeinsamen Ortsbegehung von Gemeindeverwaltung, Landratsamt, Polizei, Elternbeirat und Schule wurden geeignete Maßnahmen eruiert. Ziel der konzertierten Aktion war es, Lösungen zu entwickeln, die den Schülerinnen und Schülern ein höchstmögliches Maß an Sicherheit bieten UND bautechnisch als auch rechtlich realisierbar sind. Dabei stand vor allem eine räumliche Trennung von Geh- und Fahrbahn im Vordergrund.

Die Umbaumaßnahmen im Einzelnen:

  • Die Fahrbahn ist um 2,5m zugunsten der Gehwege und Parkplätze verschmälert worden
  • Der Gehweg auf der Westseite ist auf 1,5m verbreitert worden, im Kurvenbereich ist der Gehweg sogar um 3m von der Straße abgerückt worden
  • Zwei neue Stellplätze wurden geschaffen, die dadurch den Gehweg und die Fahrbahn trennen (früher war der Gehweg im Kurvenbereich nur 1,3m breit und lief direkt an der Kurve entlang, so dass die Sicherheit des vorgegebenen Schulwegs insgesamt deutlich erhöht wurde)
  • Auf der Ostseite ist der Gehweg von Tiefbord zu Hochbord umgebaut worden, um auch im Winter beim Räumen eine eindeutige Gehwegsfläche abgrenzen zu können. D.h. auch solche Kinder, die nicht den vorgegebenen Weg einhalten, haben sicherere Verkehrsflächen als vorher. Außerdem ist auch hier der Kurvenradius verkleinert worden, so dass der Gehweg im Abbiegebereich ebenfalls etwas größer wurde als vorher
  • Die Bushaltestelle kann nun auch Rollstuhlfahrer aufnehmen (auf Blindenmarkierungen wurde – zumindest bis dato – verzichtet, da die Schule derzeit keine Sehbehinderten beschulen kann, bzw. kein Sehbehinderter diese Haltestelle alleine aufsuchen muss. Sollte dies doch der Fall sein, kann jederzeit das Pflaster nachgerüstet werden
  • Der Trichter im Bereich der Einmündung zur Baldhamer Straße ist maximal verkleinert worden. Hier ist der Schulbusverkehr maßgeblich, der das technisch Machbare dort begrenzt. Durch die 3m Kurvenverschiebung ist jedoch ein deutliches Maß an Sicherheit im Bereich des Marterls geschaffen worden, weit über das verkehrsrechtlich Notwendige hinaus

Ausblick: Der südliche Bordstein der Baldhamer Straße muss gemeinsam mit der weiteren Sanierung Richtung Anzinger Straße in den nächsten Sommerferien saniert werden (ebenfalls Umbau von Tiefbord zu Hochbord). Das Baufeld wäre für diese Ferien zu groß geworden.

Hinweis: Der Forderung nach einem Zebrastreifen in diesem Bereich kann nicht nachgekommen werden. Diese Maßnahme ist an der Stelle rechtlich nicht zulässig.

Bauliche Maßnahmen ersetzen nicht Verkehrserziehung

Bei allen bautechnischen Maßnahmen bleibt es dennoch unerlässlich und (lebens)wichtig, die Schülerinnen und Schüler für aufmerksames Verhalten im Straßenverkehr zu sensibilisieren. Wie man sich richtig verhält und worauf zu achten ist, muss rechtzeitig und immer wieder gelehrt und geübt werden. Kinder müssen lernen, SELBST Gefahren zu erkennen und richtiges Verhalten zu praktizieren statt sich (nur und immer) auf begleitende Erwachsene und Schulweghelfer zu verlassen. Entscheidendes Wissen - spätestens wenn die Kleinen alleine unterwegs sind. Und das kann schon mittags sein, wenn die Schülerlotsen nicht an den Überwegen parat stehen.

Die Eltern können jedoch maßgeblich zur Schulwegsicherheit beitragen, da die Verkehrshelferfurt nur aufrecht erhalten werden darf, wenn sich dort entsprechende Verantwortungspersonen bereithalten. Großen Dank an dieser Stelle an die Schulweghelfer in Zorneding, die unsere Kinder jeden Morgen sicher zur Schule geleiten. Es bleibt auch die Hoffnung, dass die Verkehrshelfer mit ihrer Präsenz und Wahrnehmung nicht nur zur Sicherheit des gesamten Vorplatzes beitragen, sondern auch Zeuge gegenüber etwaigen Rasern sein können.

Wir wünschen allen Schülerinnen und Schülern, Eltern und Lehrern ein erfolgreiches Schuljahr mit Spaß und Freude am Lernen und nicht zuletzt miteinander.

Ihre Gemeindeverwaltung

 

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